Funges

Amarant

Amaranthus retroflexus

Amarant (Amaranthus retroflexus)

Eine Blattpflanze, die oft als Unkraut gilt. Blätter und Samen sind essbar und stecken voller Nährstoffe.

So erkennst du ihn

Der Zurückgekrümmte Amarant ist eine kräftige, aufrechte einjährige Pflanze. Der Stängel ist fein weiss behaart und unten rot. Die Pfahlwurzel ist rosa bis rot. Die Blätter stehen wechselständig. Sie sind eiförmig bis rautenförmig, ganzrandig und lang gestielt. An der Spitze haben sie oft eine kleine Kerbe oder ein winziges Spitzchen. Die winzigen grünen Blüten sitzen in dichten, borstigen, stechenden Ähren. Später stecken darin winzige, glänzend schwarze Samen. Auf demselben Boden wachsen zwei giftige Unkräuter. Der Stechapfel (Datura) hat grosse, grob gezähnte Blätter, die unangenehm riechen, weisse Trichterblüten und stachelige Kapseln. Der Schwarze Nachtschatten hat Blätter mit welligem Rand, kleine weisse Sternblüten und schwarze Beeren.

Wo er wächst

Du findest ihn in Gärten, auf Äckern und Hofplätzen und auf Brachland. Er braucht offenen, nährstoffreichen Boden, der immer wieder aufgewühlt wird, und volle Sonne. Ursprünglich stammt er aus dem mittleren und östlichen Nordamerika. Heute ist er in den ganzen USA und in weiten Teilen Europas ein häufiges Unkraut, vor allem in warmen Tieflagen.

Wann

Er ist ein Sommerunkraut und lebt nur ein Jahr. Er keimt im späten Frühjahr, sobald der Boden warm ist. Er blüht etwa von Juli bis September. Die Samen reifen von August bis Oktober, bis zum ersten Frost. Die Blätter sind jung am besten, vor der Blüte.

Sammeln

Pflück die jungen Blätter und zarten Triebspitzen vor der Blüte von Hand. Sind die Samen schwarz, reibst du sie aus den Fruchtständen. Halte dich von Strassenrändern und gespritzten Feldern fern. Lass stark gedüngte oder mit Mist versorgte Flächen aus, ebenso Pflanzen, die unter Trockenheit leiden. Die reichern am meisten Nitrat an.

Zubereitung

Bestimm ihn zuerst sicher. Dann garst du die Blätter wie Spinat. Koch sie kurz und giess das Wasser weg, das senkt Nitrat und Oxalsäure. Iss sie in Massen. Bei Nierensteinen oder Nierenkrankheiten lässt du sie ganz weg. Sie schmecken mild und erdig und passen gut zu Knoblauch, Bohnen und Eiern. Die Samen kannst du rösten oder wie Getreide kochen.

Aufbewahren

Die Blätter welken innerhalb eines Tages. Bewahr sie im Beutel im Kühlschrank auf oder blanchier sie und frier sie ein. Die Samenstände trocknest du in einer Papiertüte. Danach reibst du die Samen aus, bläst die Spreu weg und füllst sie in ein verschlossenes Glas.

Giftige Doppelgänger

  • Datura stramonium · Tödlich giftig - nicht essen
  • Solanum nigrum · Giftig - nicht essen

Quellen: Bestimmung und Saison: Cornell University und NC State Extension. Nitrat und Oxalsäure: NC State Extension und Michigan State University Extension. Verwechslung mit Stechapfel: Giftnotrufzentrale Marseille.

Konsultiere immer eine Expertin oder einen Experten, bevor du Wildpflanzen oder Pilze isst. Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken.