Bronze-Steinpilz
Boletus aereus

Ein Steinpilz mit dunkel bronzefarbenem bis fast schwarzem Hut, hellem, genetztem Stiel und festem weissem Fleisch.
So erkennst du ihn
Das ist der dunkelste Steinpilz. Der Hut ist dunkel kastanienbraun bis fast schwarz, oft mit bronzefarbenen Flecken. Er bleibt trocken und fein samtig, auch bei Nässe. Die Poren sind erst weiss, dann gelb bis oliv, und sie laufen nicht blau an. Der hellbraune Stiel trägt ein feines braunes Netz, oben am dichtesten. Das sehr feste weisse Fleisch verfärbt sich beim Anschneiden nicht. Der Sommersteinpilz ist heller, und sein Netz reicht weiter den Stiel hinunter. Zwei andere Röhrlinge wachsen in denselben Eichenwäldern. Das sind der Satansröhrling (Rubroboletus satanas) und der Falsche Satansröhrling (Rubroboletus legaliae). Beide haben rote Poren und Fleisch, das blau anläuft.
Wo er wächst
Er mag warme, sonnige Hänge mit Eiche, Edelkastanie und Buche, meist zwischen 200 und 1000 m. Rund ums Mittelmeer ist er häufig. In Italien findest du ihn entlang des Apennins und auf den Inseln. In Grossbritannien und Deutschland ist er selten.
Wann
Nach Sommergewittern kann er schon ab Juli kommen. Seine Hauptsaison sind September und Oktober, später als beim Sommersteinpilz. Im Süden geht sie bis in den November. Er wächst, wenn nach einer Hitzeperiode ein durchdringender Regen fällt und der Boden abkühlt.
Sammeln
Schneide ihn ab oder dreh ihn heraus, und lass die jungen weiterwachsen. In Deutschland ist er selten und besonders geschützt, also sammle ihn dort nicht. Italien und Spanien haben regionale Genehmigungen und Tageshöchstmengen.
Zubereitung
Er ist der festeste aller Steinpilze. Er schmeckt nussig, getrocknet noch kräftiger. Wenn du ihn sicher bestimmt hast, behandelst du ihn wie Steinpilze. Bürste ihn ab, schau nach Maden und gare ihn gut durch.
Aufbewahren
In Scheiben lässt er sich sehr gut trocknen und einfrieren.
Giftige Doppelgänger
- Rubroboletus satanas · Giftig - nicht essen
- Rubroboletus rhodoxanthus · Giftig - nicht essen
- Neoboletus subvelutipes · Giftig - nicht essen
- Boletus sensibilis · Giftig - nicht essen
- Boletus huronensis · Giftig - nicht essen
- Rubroboletus pulcherrimus · Giftig - nicht essen
- Rubroboletus eastwoodiae · Giftig - nicht essen
- Rubroboletus legaliae · Giftig - nicht essen
- Tylopilus felleus · Nicht essbar
- Tylopilus rubrobrunneus · Nicht essbar
- Tylopilus plumbeoviolaceus · Nicht essbar
Quellen: Bestimmung, Standort und Saison: Regione Piemonte und First Nature; GBIF-Funddaten. Schutz: Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV). Küche: Regione Piemonte.
Konsultiere immer eine Expertin oder einen Experten, bevor du Wildpflanzen oder Pilze isst. Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken.