Klapperschwamm
Grifola frondosa

Eine grosse Rosette aus überlappenden, graubraunen Hütchen am Fuss alter Eichen, mit weissen Poren darunter.
So erkennst du ihn
Der Klapperschwamm bildet eine Rosette von 15 bis 40 cm. Sie besteht aus vielen graubraunen Hütchen, die dachziegelartig übereinanderliegen. Sie sind löffel- oder fächerförmig und je 3 bis 14 cm breit. Alle verzweigen sich aus einem gemeinsamen weissen Strunk. Die Unterseite ist weiss und hat winzige Poren, keine Lamellen. Das Fleisch ist weiss und fest und verfärbt sich weder beim Schneiden noch auf Druck. Der Riesenporling (Meripilus) hat grössere, dickere Hüte, die auf Druck schwarz anlaufen. Der Eichhase (Polyporus umbellatus) hat runde Hütchen auf kleinen Stielen in der Mitte.
Wo er wächst
Such am Fuss alter Eichen. Manchmal wächst er auch an Stümpfen oder an anderen Laubbäumen. Er zersetzt die Wurzeln und kommt jahrelang am selben Baum wieder. Im Osten der USA ist er häufig, im Westen selten. In Europa ist er nicht häufig und wird immer seltener. Du findest ihn dort unter alten Eichen und Edelkastanien.
Wann
Er wächst vom Spätsommer bis in den Spätherbst, meist im September und Oktober. Oft erscheint er nach den ersten kühlen Nächten, die auf Regen folgen.
Sammeln
Schneide die Rosette mit dem Messer am Grund ab. Nimm nur frische, feste Exemplare und lass den Baum wieder fruchten. In Europa ist er in Polen, Estland, Lettland und Litauen gesetzlich geschützt. In Deutschland, Österreich und anderswo steht er auf der Roten Liste. Prüf die Regeln vor Ort.
Zubereitung
Wenn er sicher bestimmt ist, gare ihn gründlich durch. Schüttle und spül Erde und Insekten zwischen den Hütchen heraus und schneide den zähen Kern weg. Brat ihn in der Pfanne oder im Ofen. Die Hütchen werden an den Rändern knusprig und schmecken kräftig, erdig und leicht pfeffrig.
Aufbewahren
In einer Papiertüte hält er sich mehrere Tage im Kühlschrank. Gegart lässt er sich gut einfrieren, und er lässt sich auch gut trocknen.
Quellen: Bestimmung und Standort: MushroomExpert.com. Status in Europa: Rote Liste der IUCN.
Konsultiere immer eine Expertin oder einen Experten, bevor du Wildpflanzen oder Pilze isst. Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken.