Austernpilz
Pleurotus ostreatus

Ein weissgrauer Pilz mit fächerförmigen Hüten. Er wächst in Büscheln an totem Holz.
So erkennst du ihn
Austernseitlinge haben einen muschel- oder fächerförmigen Hut von 5 bis 18 cm. Er kann blaugrau, graubraun oder cremefarben sein. Sie wachsen dachziegelartig übereinander am Holz. Die weissen bis cremefarbenen Lamellen laufen an einem kurzen, seitlichen Stiel herab, oder es gibt gar keinen Stiel. Das Fleisch ist weiss und fest, der Geruch mild. Das Sporenpulver ist weiss bis blasslila. Drei Doppelgänger musst du kennen. Der giftige Ölbaumtrichterling (Omphalotus) ist leuchtend orange, auch an den Lamellen. Er wächst büschelig am Stammfuss. Der Grünblättrige Schwefelkopf (Hypholoma fasciculare) hat schwefelgelbe Hüte auf mittigen Stielen. Seine Lamellen sind grünlich gelb und werden purpurbraun, und er schmeckt bitter. Der Ohrförmige Seitling (Pleurocybella porrigens) wird mit Todesfällen in Japan in Verbindung gebracht. Er ist reinweiss, dünn und durchscheinend und wächst nur auf morschem Nadelholz.
Wo er wächst
Er wächst an toten oder absterbenden Laubbäumen, vor allem an Buche. Du findest ihn auch an Pappel, Weide, Eiche und Esche, selten an Nadelholz. Such an stehenden Stämmen, an Stümpfen und an liegenden Stämmen. In Europa und Nordamerika ist er überall häufig.
Wann
Der Austernseitling ist ein Pilz des Spätherbsts und des Winters. Eine Kältewelle oder die ersten Fröste nach Regen lösen ihn aus. In Südeuropa kommt er bis in den Januar oder Februar. Im Osten der USA fruchtet er von Oktober bis Anfang April.
Sammeln
Schneide das Büschel mit dem Messer am Grund ab. Nimm feste junge Hüte und lass alte oder von Käfern zerfressene stehen. Manche Gegenden verlangen fürs Pilzesammeln eine Genehmigung oder setzen Tageshöchstmengen fest. Prüf also die Regeln vor Ort.
Zubereitung
Sei dir bei der Bestimmung sicher, bevor du ihn kochst. Gare ihn gut durch und iss ihn nicht roh. Schneide das zähe Stielende ab und reiss die Hüte in Streifen. Brate sie scharf an, bis die Ränder knusprig sind. Er schmeckt mild und leicht süsslich. Er passt zu Knoblauch, Butter, Sojasosse und Eiern.
Aufbewahren
Er verdirbt schnell. Bewahr ihn ein paar Tage in einer Papiertüte im Kühlschrank auf, oder gare ihn und friere ihn ein.
Giftige Doppelgänger
- Pleurocybella porrigens · Tödlich giftig - nicht essen
- Omphalotus olearius · Giftig - nicht essen
- Omphalotus illudens · Giftig - nicht essen
- Omphalotus olivascens · Giftig - nicht essen
- Omphalotus subilludens · Giftig - nicht essen
- Hypholoma fasciculare · Giftig - nicht essen
Quellen: Bestimmung und Saison: First Nature und MushroomExpert.com. Ohrförmiger Seitling: Beaty Biodiversity Museum, University of British Columbia.
Konsultiere immer eine Expertin oder einen Experten, bevor du Wildpflanzen oder Pilze isst. Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken.