Kiefern-Steinpilz
Boletus pinophilus

Ein Steinpilz der Kiefernwälder mit rotbraunem Hut, kräftigem, rötlich genetztem Stiel und festem Fleisch.
So erkennst du ihn
Der Kiefern-Steinpilz ist der rote unter den Steinpilzen. Sein Hut ist weinrot bis mahagonibraun und oft beulig. Jung ist er samtig, bei Nässe fettig bis schmierig, und am Rand hat er einen weisslichen Reif. Der Stiel ist kurz und dick, rotbraun überhaucht und hat ein feines weissliches bis rötliches Netz. Das Fleisch ist weiss, direkt unter der Huthaut aber weinrot. Die Poren werden von weiss über gelb zu oliv. Auf Druck verfärben sie sich kaum. Der Schwarzhütige Steinpilz ist sepiabraun bis schwarz, ohne Rot. Rote oder orange Poren (Rubroboletus satanas) schliessen ihn aus. Das gilt auch für rosa Poren mit dunklem Netz (Tylopilus felleus).
Wo er wächst
Er wächst meist bei Waldkiefer und Fichte auf saurem Boden, oft im Moos. Im Gebirge wächst er auch bei Kastanie, Buche und Tanne, vor allem zwischen 400 und 1400 m. Häufig ist er in Skandinavien, in den Kiefernwäldern Schottlands und in den Bergen Mittel- und Südeuropas.
Wann
Oft ist er der erste Steinpilz des Jahres und auch der letzte. Ein erster Schub kommt im Mai und Juni, wo es kühl und feucht bleibt. Die Hauptsaison folgt im September und Oktober. Sie dauert bis in den November, über die ersten Fröste hinaus.
Sammeln
Schneide oder dreh ihn heraus und reche das Moos nicht auf, denn es schützt das Pilzgeflecht. In vielen Regionen Italiens und Spaniens brauchst du eine Genehmigung. Manche Schweizer Kantone begrenzen die Menge. Prüf die Regeln vor Ort.
Zubereitung
Wenn du ihn sicher bestimmt hast, gare ihn gut durch wie den Steinpilz. Er ist milder und leicht harzig. Sehr feste junge Exemplare brauchen länger. Das Kochwasser färbt er grün. Er eignet sich für Sossen, zum Einlegen und zum Trocknen.
Aufbewahren
In Scheiben lässt er sich gut trocknen. Frisch solltest du ihn innerhalb von ein, zwei Tagen verbrauchen.
Giftige Doppelgänger
- Rubroboletus satanas · Giftig - nicht essen
- Rubroboletus rhodoxanthus · Giftig - nicht essen
- Neoboletus subvelutipes · Giftig - nicht essen
- Boletus sensibilis · Giftig - nicht essen
- Boletus huronensis · Giftig - nicht essen
- Rubroboletus pulcherrimus · Giftig - nicht essen
- Rubroboletus eastwoodiae · Giftig - nicht essen
- Rubroboletus legaliae · Giftig - nicht essen
- Tylopilus felleus · Nicht essbar
- Tylopilus rubrobrunneus · Nicht essbar
- Tylopilus plumbeoviolaceus · Nicht essbar
Quellen: Bestimmung, Standort und Saison: Regione Piemonte und First Nature; GBIF-Funddaten. Küche: Regione Piemonte.
Konsultiere immer eine Expertin oder einen Experten, bevor du Wildpflanzen oder Pilze isst. Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken.