Funges

Boletus (Steinpilze & Maronen)

Boletus

Boletus (Steinpilze & Maronen) (Boletus)

Steinpilze und Maronen zusammen: Fichten-, Kiefern-, Bronze- und Sommersteinpilz, in Europa der Maronenröhrling und die nordamerikanischen Steinpilze.

So erkennst du ihn

In dieser Gruppe stecken mehrere Röhrlinge. In Europa sind das der Steinpilz (Boletus edulis) sowie Kiefern-, Bronze- und Sommersteinpilz. In Nordamerika kommen der Ostamerika-Steinpilz und der Rocky-Mountains-Steinpilz hinzu. Auch der Maronenröhrling (Imleria badia) gehört in die Gruppe. Die Steinpilze haben jung weisse Poren, ein Netz am Stiel und weisses Fleisch, das nicht blau wird. Der Maronenröhrling hat gelbe Poren, die blaugrün anlaufen, und einen gestreiften Stiel ohne Netz. Am Hut erkennst du sie. Beim Steinpilz ist er braun und fettig, beim Kiefern-Steinpilz weinrot und beim Bronze-Steinpilz fast schwarz und samtig. Der Sommersteinpilz hat einen hellen, rissigen Hut, der Ostamerika-Steinpilz einen hellbraunen bis lilabraunen. Der Rocky-Mountains-Steinpilz hat einen ziegelroten Hut, der Maronenröhrling einen kastanienbraunen, klebrigen. Rote oder orange Poren zeigen einen giftigen Röhrling, etwa den Satansröhrling (Rubroboletus satanas). Rosa Poren und ein dunkles Stielnetz zeigen den bitteren Gallenröhrling (Tylopilus felleus).

Wo er wächst

Alle leben mit Bäumen zusammen. Steinpilze wachsen bei Nadelbäumen, Buche und Eiche. Der Kiefern-Steinpilz wächst bei Kiefer und Fichte. Bronze- und Sommersteinpilz mögen Eiche und Kastanie in warmen Wäldern. Der Maronenröhrling wächst bei Nadelbäumen auf saurem Sand. Der Ostamerika-Steinpilz wächst in den Eichenwäldern im Osten der USA, der Rocky-Mountains-Steinpilz unter Fichten in den Hochlagen.

Wann

Zusammen reichen sie von Mai bis zu den ersten Frösten. Der Sommersteinpilz beginnt im Mai. Am anderen Ende steht der Maronenröhrling, der im Oktober und November am häufigsten ist. Steinpilze wachsen vor allem von August bis Oktober. Ein Schub kommt zwei bis drei Wochen nach einem durchdringenden Regen.

Sammeln

Sammle nur, was du sicher benennen kannst, und halte die Arten im Korb getrennt. In Deutschland sind Steinpilze nur in kleinen Mengen für den eigenen Bedarf erlaubt, und der Bronze-Steinpilz ist geschützt. In Italien und Spanien brauchst du oft eine Genehmigung.

Zubereitung

Bestimm zuerst jeden Pilz sicher. Dann bürstest du alle ab, schneidest sie auf, um nach Maden zu schauen, und garst sie gut durch. Der Maronenröhrling speichert radioaktives Cäsium. In Teilen Bayerns und Österreichs isst du ihn nur ab und zu.

Aufbewahren

Alle lassen sich in dünnen Scheiben gut trocknen.

Giftige Doppelgänger

  • Rubroboletus satanas · Giftig - nicht essen
  • Rubroboletus rhodoxanthus · Giftig - nicht essen
  • Neoboletus subvelutipes · Giftig - nicht essen
  • Boletus sensibilis · Giftig - nicht essen
  • Boletus huronensis · Giftig - nicht essen
  • Rubroboletus pulcherrimus · Giftig - nicht essen
  • Rubroboletus eastwoodiae · Giftig - nicht essen
  • Rubroboletus legaliae · Giftig - nicht essen
  • Leccinum insigne · Giftig - nicht essen
  • Tylopilus felleus · Nicht essbar
  • Tylopilus rubrobrunneus · Nicht essbar
  • Tylopilus plumbeoviolaceus · Nicht essbar

Quellen: Bestimmung und Standort: Regione Piemonte, First Nature und MushroomExpert. Saison: GBIF-Funddaten. Regeln: Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV). Cäsium: Bundesamt für Strahlenschutz (BfS).

Konsultiere immer eine Expertin oder einen Experten, bevor du Wildpflanzen oder Pilze isst. Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken.