Hagebutten
Rosa canina

Die roten Herbstfrüchte der Wildrosen. Sie sind reich an Vitamin C, und die Samen darin stecken in juckenden Härchen.
So erkennst du ihn
Die Hundsrose ist ein Strauch mit langen, bogig überhängenden Trieben und kräftigen, hakigen Stacheln. Ihre Blätter haben 5 bis 7 gezähnte Fiederblättchen. Die Hagebutten sind eiförmig, glatt und glänzend scharlachrot, 1 bis 2 cm lang. Reif tragen sie keine Kelchblätter mehr. Innen sitzen harte Kerne in feinen, juckenden Härchen. Schmerwurz, Rotfrüchtige Zaunrübe und Bittersüsser Nachtschatten wachsen in denselben Hecken. Sie tragen glänzend rote, giftige Beeren in Büscheln, an kletternden Stängeln ohne Stacheln. Eine Hagebutte dagegen wächst an einem stacheligen Rosenzweig und ist voller behaarter Kerne.
Wo er wächst
Die Hundsrose wächst in Hecken und Gebüschen, an Waldrändern und auf rauem Grasland in ganz Europa. Du findest sie vom Tiefland bis in die Berge. In den USA wächst sie stellenweise wild. Dort kannst du auch die Hagebutten heimischer Wildrosen und der Kartoffel-Rose genauso verwenden.
Wann
Hagebutten reifen von September bis November. Viele hängen bis in den Winter am Strauch. Frost macht sie weicher und süsser. Aber je länger sie hängen, desto weniger Vitamin C steckt in ihnen.
Sammeln
Pflück feste, voll ausgefärbte Hagebutten, die auf Druck etwas nachgeben. Nimm von jedem Strauch nur einige und lass den Vögeln genug übrig. Trag Handschuhe und meide Strassenränder und gespritzte Hecken.
Zubereitung
Wenn du sie sicher bestimmt hast, iss nur das Fruchtfleisch. Kerne und Härchen reizen Mund, Darm und Haut. Schneide Stiel und Spitze ab, halbiere die Hagebutten und kratz alle Kerne und Härchen heraus. Oder koch sie ganz weich und streich sie durch ein feines Sieb. Den Saft seihst du danach noch einmal durch ein Tuch. Aus dem Mark machst du Sirup, Gelee, Marmelade und Tee. Es passt gut zu Apfel.
Aufbewahren
Frische Hagebutten halten sich etwa eine Woche im Kühlschrank. Sie lassen sich gut einfrieren. Entkernte Hälften, bei höchstens 50 °C getrocknet, halten sich in einem luftdichten Glas viele Monate.
Giftige Doppelgänger
- Dioscorea communis · Giftig - nicht essen
- Bryonia cretica · Giftig - nicht essen
- Solanum dulcamara · Giftig - nicht essen
Quellen: Bestimmung und Standort: Woodland Trust und The Wildlife Trusts. Saison, Ernte und Küche: University of Alaska Fairbanks Cooperative Extension und Bundeszentrum für Ernährung (BZfE).
Konsultiere immer eine Expertin oder einen Experten, bevor du Wildpflanzen oder Pilze isst. Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken.