Funges

Parasolpilz

Macrolepiota procera

Parasolpilz (Macrolepiota procera)

Ein grosser, hoher Pilz mit breitem, schuppigem Hut, der sich wie ein Sonnenschirm öffnet. Iss ihn jung.

So erkennst du ihn

Der Parasol ist ein hoher Pilz. Sein Hut beginnt als geschlossener, eiförmiger Paukenschlegel. Dann öffnet er sich zu einem flachen Schirm von 10 bis 25 cm. Der Hut ist cremefarben mit braunen Schuppen und hat in der Mitte einen glatten braunen Buckel. Die Lamellen sind weiss, frei und stehen dicht. Der schlanke Stiel wird bis 30 cm hoch und hat unten eine Knolle. Er ist braun genattert wie eine Schlangenhaut und trägt einen dicken, doppelten Ring, der sich verschieben lässt. Das Sporenpulver ist weiss. Mehrere Doppelgänger musst du kennen. Die tödlich giftigen Schirmlinge (Lepiota) sind klein, ihr Hut misst nur wenige Zentimeter. Chlorophyllum molybdites hat grünliches Sporenpulver. Die Safranschirmlinge (Chlorophyllum rhacodes und C. brunneum) vertragen viele Menschen nicht. Sie haben einen glatten Stiel, und ihr Fleisch färbt sich beim Anschneiden orangerot. Der Pantherpilz (Amanita pantherina) hat weisse Flocken auf dem Hut und einen Ring, der sich nicht verschieben lässt. Ausserdem hat er unten eine gerandete Knolle.

Wo er wächst

Er wächst im Grasland und an Waldrändern. Such auf Weiden und Wiesen, auf Lichtungen, an Waldwegen und in Dünen. Er mag durchlässigen Boden, vom Tiefland bis ins Gebirge. In ganz Europa ist er häufig.

Wann

Parasole kommen im Sommer und Herbst, vor allem von Juli bis Oktober. In Südeuropa gibt es sie bis in den November. Sie erscheinen nach einer warmen, feuchten Wetterphase.

Sammeln

Nimm nur offene, ausgewachsene Hüte, an denen du jedes Merkmal prüfen kannst. Heb den ganzen Pilz heraus, damit du den Stielgrund siehst. Lass jeden parasolähnlichen Pilz stehen, dessen Hut kleiner als 10 cm ist. Lass auch alte, zähe Exemplare stehen. Prüf die Regeln vor Ort, denn viele Regionen begrenzen die Sammelmenge.

Zubereitung

Wenn du dir sicher bist, iss nur den Hut, und zwar gegart. Wie die meisten Wildpilze kann er roh auf den Magen schlagen. Paniere ihn und brate ihn wie ein Schnitzel, oder grill ihn mit Butter und Knoblauch. Er schmeckt mild und nussig. Die zähen Stiele kannst du trocknen und für Suppen mahlen.

Aufbewahren

Im Kühlschrank hält er sich zwei Tage. In Scheiben geschnittene Hüte lassen sich gut trocknen.

Giftige Doppelgänger

  • Lepiota brunneoincarnata · Tödlich giftig - nicht essen
  • Lepiota cristata · Tödlich giftig - nicht essen
  • Lepiota subincarnata · Tödlich giftig - nicht essen
  • Chlorophyllum molybdites · Giftig - nicht essen
  • Amanita pantherina · Giftig - nicht essen
  • Chlorophyllum brunneum · Giftig - nicht essen

Quellen: Bestimmung und Standort: First Nature. Doppelgänger und Vergiftungen: ANSES. Saison: GBIF-Funddaten.

Konsultiere immer eine Expertin oder einen Experten, bevor du Wildpflanzen oder Pilze isst. Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken.