Brennnessel
Urtica dioica

Eine nahrhafte grüne Pflanze mit Brennhaaren. Bevor du sie isst, kochst du sie immer.
So erkennst du ihn
Brennnesseln wachsen aufrecht, mit vierkantigen Stängeln und gegenständigen Blättern. Die Blätter sind herz- bis eiförmig, grob gesägt und zugespitzt. Stängel und Blätter sind mit Brennhaaren besetzt. Ab dem Frühsommer hängen dünne Rispen winziger grünlicher Blüten aus den Blattachseln. Taubnesseln sehen ähnlich aus, brennen aber nicht. Ausserdem haben sie auffällige weisse, gelbe oder violette Lippenblüten.
Wo er wächst
Brennnesseln wachsen in dichten Beständen auf nährstoffreichem, feuchtem Boden. Such an Waldrändern, Flussufern, Gräben und Hecken und rund um Höfe und alte Gebäude. In ganz Europa sind sie häufig. Im Süden halten sie sich meist an feuchte, schattige Stellen. Sie wachsen auch in den meisten Teilen der USA, besonders an Bächen und in feuchten, lichten Wäldern.
Wann
In milden Gegenden erscheinen die jungen Triebe ab Februar, weiter nördlich ab März. Sammeln kannst du sie, bis die Pflanze blüht, etwa ab Juni. Geschnittene oder gemähte Bestände treiben frisch aus. So kannst du im Spätsommer und Herbst ein zweites Mal ernten.
Sammeln
Zieh Handschuhe an. Schneide die obersten Blattpaare mit der Schere ab und lass die Wurzeln stehen. Meide Strassenränder, gespritzte Feldränder und Wege, auf denen Hunde ausgeführt werden. Brennnesseln sind ausserdem Futter für die Raupen vieler Schmetterlinge.
Zubereitung
Brennnesseln immer kochen oder blanchieren, bevor du sie isst. Hitze nimmt ihnen das Brennen, gründliches Trocknen auch. Gib die gewaschenen Spitzen für ein paar Minuten in kochendes Salzwasser. Danach verwendest du sie wie Spinat, in Suppe, Risotto, Omelette oder Pesto. Sie schmecken wie Spinat, nur etwas erdiger.
Aufbewahren
Blanchiert, ausgedrückt und portionsweise eingefroren halten sie sich monatelang. Für Tee trocknest du die Blätter an einem schattigen, luftigen Ort.
Quellen: Bestimmung, Standort und Zubereitung: NC State Extension und Woodland Trust. Saison: Woodland Trust und GBIF-Funddaten.
Konsultiere immer eine Expertin oder einen Experten, bevor du Wildpflanzen oder Pilze isst. Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken.