Igel-Stachelbart
Hericium erinaceus

Ein weisser, zotteliger Schopf aus langen, herabhängenden Stacheln an Laubbäumen. Gebraten erinnert er an Krabbenfleisch.
So erkennst du ihn
Der Igel-Stachelbart ist ein einzelner, weisser, rundlicher Klumpen von 8 bis 24 cm. Er hat keinen Hut und keine Lamellen. Weiche, 1 bis 5 cm lange Stacheln hängen wie Eiszapfen herab. Im Alter wird er gelb. Das Fleisch ist weiss und weich und verfärbt sich beim Anschneiden nicht. Das Sporenpulver ist weiss. Seine Verwandten, der Ästige Stachelbart (Hericium coralloides) und Hericium americanum, sind verzweigt und haben kürzere Stacheln.
Wo er wächst
Er wächst aus Wunden lebender Laubbäume und an toten Stämmen. Meist ist das Eiche, aber auch Buche und Ahorn, und oft sitzt er hoch oben. In den USA findest du ihn im ganzen Land, im Osten häufiger. In Europa ist er selten und wächst an alten Buchen und Eichen in alten Wäldern.
Wann
Such vom Spätsommer bis in den Spätherbst, nach Regen. In warmen Gegenden wie Kalifornien wächst er auch den Winter über. Oft kommt er am selben Baum wieder.
Sammeln
In Europa lässt du ihn stehen. Er ist selten und in mehreren Ländern gesetzlich geschützt, darunter Grossbritannien, Polen, Ungarn, Kroatien, Slowenien und Schweden. Mach ein Foto und melde den Fund. In den USA schneidest du frische, weisse Exemplare mit dem Messer am Grund ab. In National Forests und Parks brauchst du vielleicht eine Genehmigung, oder das Sammeln ist verboten. Prüf die Regeln vor Ort.
Zubereitung
Wenn du dir sicher bist, gare ihn. Schneide ihn in Scheiben und brate ihn ohne Fett, bis das Wasser verdampft ist. Dann bräunst du ihn in Butter. Der milde, süssliche Geschmack und die faserige Textur erinnern viele an Krebsfleisch. Gelb gewordene Exemplare schmecken säuerlich.
Aufbewahren
In einer Papiertüte hält er sich ein paar Tage im Kühlschrank. Einfrieren kannst du ihn, wenn er gegart ist.
Quellen: Bestimmung und Saison: MushroomExpert.com und Wild Food UK. Schutzstatus: Rote Liste der IUCN und britischer Wildlife and Countryside Act 1981.
Konsultiere immer eine Expertin oder einen Experten, bevor du Wildpflanzen oder Pilze isst. Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken.