Steinpilz
Boletus edulis

Der Steinpilz: ein kräftiger Pilz mit braunem Hut, hellem, genetztem Stiel und weissen Poren, die nie blau anlaufen.
So erkennst du ihn
Der Steinpilz ist ein kräftiger Röhrling mit hell- bis kastanienbraunem Hut. Der Hut ist glatt und fettig, aber nie samtig. Oft hat er einen schmalen weisslichen Rand. Die Poren sind jung weiss, später gelb und oliv. Auf Druck verfärben sie sich nicht. Der helle Stiel trägt oben ein feines weisses Netz. Das weisse Fleisch verfärbt sich beim Schneiden nicht. Rosa Poren und ein dunkelbraunes Netz bedeuten Gallenröhrling (Tylopilus felleus). Rote oder orange Poren zeigen einen anderen Röhrling, der giftig sein kann. Das gilt auch für Fleisch, das blau anläuft.
Wo er wächst
Er wächst bei Fichte, Kiefer, Buche, Eiche, Edelkastanie und Birke auf saurem Boden. Du findest ihn vom Tiefland bis zur Waldgrenze, in ganz Europa. In Nordamerika wächst er vor allem in den Pazifikstaaten. In den südlichen Rocky Mountains ist der rötere Rocky-Mountains-Steinpilz häufiger.
Wann
Die Hauptsaison ist von August bis Oktober. Im Gebirge geht es schon im Juni los, und im Süden dauert sie bis in den November. An der Pazifikküste der USA kommt er mit den Herbstregen. Ein Schub kommt meist etwa zwei Wochen nach einem ausgiebigen Regen, der auf eine warme, trockene Zeit folgt.
Sammeln
Dreh ihn heraus oder schneide ihn unten ab. Lass die jungen Knöpfe stehen, ebenso alte oder madige Hüte. In Deutschland darfst du nur kleine Mengen für den eigenen Bedarf sammeln. In den meisten Regionen Italiens brauchst du eine Genehmigung. Jeder National Forest in den USA hat eigene Regeln.
Zubereitung
Bestimme ihn zuerst sicher. Bürste ihn sauber und schneide ihn der Länge nach auf, um nach Maden zu sehen. Brate ihn oder gib ihn in Risotto, Nudeln und Suppen. Gare ihn gut durch. Nicht jeder verträgt ihn roh, und alte oder schlecht gelagerte Pilze schlagen auf den Magen.
Aufbewahren
Bewahr ihn kühl auf, in Papier statt in Plastik, ein bis zwei Tage lang. In dünnen Scheiben lässt er sich sehr gut trocknen, und auch Einfrieren klappt gut.
Giftige Doppelgänger
- Rubroboletus satanas · Giftig - nicht essen
- Rubroboletus rhodoxanthus · Giftig - nicht essen
- Neoboletus subvelutipes · Giftig - nicht essen
- Boletus sensibilis · Giftig - nicht essen
- Boletus huronensis · Giftig - nicht essen
- Rubroboletus pulcherrimus · Giftig - nicht essen
- Rubroboletus eastwoodiae · Giftig - nicht essen
- Rubroboletus legaliae · Giftig - nicht essen
- Tylopilus felleus · Nicht essbar
- Tylopilus rubrobrunneus · Nicht essbar
- Tylopilus plumbeoviolaceus · Nicht essbar
Quellen: Bestimmung und Standort: Regione Piemonte, First Nature und MushroomExpert. Saison: GBIF-Funddaten. Regeln: Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) und US Forest Service. Küche: Regione Piemonte und VIDAL.
Konsultiere immer eine Expertin oder einen Experten, bevor du Wildpflanzen oder Pilze isst. Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken.