Pazifik-Pfifferling
Cantharellus formosus

Ein grosser goldener Pfifferling aus dem pazifischen Nordwesten. Er ist blasser und rosiger als der europäische.
So erkennst du ihn
Das ist ein grosser Pfifferling, blasser und rosiger als der europäische. Der Hut ist orangegelb bis aprikosenfarben. Junge Hüte haben oft feine bräunliche Schüppchen und einen rosa Schimmer. Bei nassem Wetter können beide verschwinden. Darunter sitzen stumpfe, gegabelte Leisten, die am Stiel herablaufen. Sie sind blass orangegelb und meist rosa überhaucht. Der Stiel wird nach unten schmaler, das Fleisch ist weisslich und fest. Auf Druck färbt sich der Hut gelblich. Ölbaumtrichterlinge (Omphalotus) und der Falsche Pfifferling haben dünne, dicht stehende echte Lamellen. Turbinellus floccosus ist eine tiefe, hohle, orangerote Trompete mit groben Schuppen. Vielen Menschen schlägt er auf den Magen.
Wo er wächst
Er lebt mit Nadelbäumen zusammen, vor allem mit Douglasie und Westamerikanischer Hemlocktanne, auch mit Sitka-Fichte. Such im Moos und in der Nadelstreu, in jungen wie in alten Wäldern. Er wächst meist im Flachland und im Vorgebirge. Sein Gebiet reicht von British Columbia über Washington und Oregon bis Nordkalifornien. In Oregon ist er der offizielle Staatspilz.
Wann
Du findest ihn von September bis Dezember, manchmal bis in den Januar. Zuerst müssen die Herbstregen den Boden durchnässen, deshalb kommt er in einem trockenen Herbst später. Jeder Pilz wächst langsam. Bei kühlem, nassem Wetter kann er wochenlang weiterwachsen.
Sammeln
Schneide ihn am Grund ab und lass die kleinen Knöpfe weiterwachsen. Nimm nur, was du auch isst. Die Regeln sind je nach National Forest, Bundesstaat und Park verschieden. Manche verlangen eine kostenlose Genehmigung und setzen Tageslimits. Viele State Parks verbieten das Sammeln. Für den Verkauf brauchst du eine gewerbliche Genehmigung. Frag bei der zuständigen Verwaltung nach.
Zubereitung
Wenn du sicher weisst, was du hast, bürste Nadeln und Erde ab. Spül ihn nur ab, wenn er sandig ist, und trockne ihn danach, denn nach Regen steckt viel Wasser in ihm. Iss ihn nie roh. Brate ihn zuerst in der trockenen Pfanne, bis das Wasser verdampft ist. Dann brätst du ihn in Butter fertig. Er ist mild, fruchtig und fest. Er passt gut zu Eiern, Sahne, Nudeln, Lachs und Wild.
Aufbewahren
In einer Papiertüte hält er sich mehrere Tage im Kühlschrank. Getrocknet wird er zäh. Wenn du ihn länger aufheben willst, brate ihn in Butter an und friere ihn ein.
Giftige Doppelgänger
- Omphalotus olearius · Giftig - nicht essen
- Omphalotus illudens · Giftig - nicht essen
- Omphalotus olivascens · Giftig - nicht essen
- Omphalotus subilludens · Giftig - nicht essen
- Turbinellus floccosus · Giftig - nicht essen
- Hygrophoropsis aurantiaca · Nicht essbar
Quellen: Bestimmung: MushroomExpert.com und UBC Beaty Biodiversity Museum. Sammelregeln: US Forest Service. Saison: GBIF-Funddaten.
Konsultiere immer eine Expertin oder einen Experten, bevor du Wildpflanzen oder Pilze isst. Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken.