Sanddorn
Hippophae rhamnoides

Leuchtend orange Beeren, dicht an dornigen Zweigen mit silbrigen Blättern. Sie sind sauer und reich an Vitamin C.
So erkennst du ihn
Sanddorn ist ein dorniger, stark verzweigter Strauch, der Dickichte bildet. Seine schmalen, weidenähnlichen Blätter sind mit silbrigen Schuppen bedeckt, vor allem auf der Unterseite. Männliche und weibliche Blüten wachsen an getrennten Sträuchern, deshalb tragen nur die weiblichen Früchte. Die Beeren sind rund, leuchtend orange und 6 bis 8 mm gross. Sie sitzen dicht gedrängt auf sehr kurzen Stielen an den Zweigen. Sie sind saftig und sehr sauer und platzen bei der kleinsten Berührung. Auch Eberesche und Feuerdorn haben orange Beeren. Sie tragen sie aber in gestielten Büscheln zwischen grünen Blättern.
Wo er wächst
Er braucht volle Sonne und offenen Sand oder Kies. Such in den Küstendünen an Nord- und Ostsee und in Ostengland. Er wächst auch auf trockenen Kiesbänken und Flussterrassen in den Alpen und im Alpenvorland. In Südeuropa wächst er vor allem auf Flussschotter im Gebirge, in den Alpen und den Pyrenäen. Ausserdem wird er an Böschungen und Strassenrändern gepflanzt.
Wann
Die Beeren reifen von August bis in den Oktober. Am aromatischsten sind sie zu Beginn der Reife. Sie hängen bis in den Winter, aber überreife Beeren schmecken ranzig.
Sammeln
Wilder Sanddorn steht oft in Naturschutzgebieten in Dünen und Flussauen, wo Pflücken verboten ist. Prüf also zuerst die Regeln vor Ort. Schneide nie Zweige von wilden Sträuchern ab. Trag Handschuhe. Halt beim Pflücken eine Schüssel unter den Zweig, denn die Beeren platzen. Lass den überwinternden Drosseln genug übrig.
Zubereitung
Wenn du dir bei der Bestimmung sicher bist, kannst du die Beeren roh essen. Sie sind aber sehr sauer und leicht bitter, und sie färben ab. Meist kocht man sie kurz mit wenig Wasser und Honig oder Zucker auf. Danach seiht man sie ab, für Saft, Sirup, Gelee oder Mus. Apfel oder Aprikose mildern die Säure. Das Mus passt zu Joghurt, Müsli, Eis und Suppen.
Aufbewahren
Frische Beeren verderben schnell. Friere sie ein, oder friere den Saft portionsweise ein. Den Trester, der beim Pressen übrig bleibt, kannst du für Tee trocknen.
Quellen: Bestimmung und Standort: The Wildlife Trusts und Europäische Umweltagentur (EUNIS). Saison, Küche und Lagerung: Bundeszentrum für Ernährung (BZfE).
Konsultiere immer eine Expertin oder einen Experten, bevor du Wildpflanzen oder Pilze isst. Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken.