Funges

Totentrompete

Craterellus cornucopioides

Totentrompete (Craterellus cornucopioides)

Ein dunkler, trichterförmiger Pilz mit kräftigem, rauchigem Geschmack. In der Küche ist er sehr begehrt.

So erkennst du ihn

Du suchst ein dünnes, hohles Horn, 4 bis 8 cm breit. Es ist bis ganz unten offen und hat keinen abgesetzten Hut. Innen ist die Totentrompete graubraun bis schwarz und fein schuppig. Aussen ist sie aschgrau und glatt oder nur leicht runzelig, ohne Lamellen oder Leisten. Wenn sie reift, wird sie heller und bekommt einen weisslichen Reif. Das Fleisch ist dünn, brüchig und grauschwarz und riecht schwach süsslich. Die Totentrompeten im Osten der USA (Craterellus fallax) sehen genauso aus. Ihr Sporenpulver ist aber rosa-orange statt weiss. Die Graue Kraterelle (Craterellus cinereus) hat aussen deutliche, gegabelte Leisten.

Wo er wächst

Sie lebt mit Laubbäumen zusammen, vor allem mit Buche und Eiche, auch mit Hainbuche und Hasel. Such in feuchtem Laub und Moos auf nährstoffreichem, lehmigem Boden, in Gräben und an Böschungen. Oft wächst sie in grossen Gruppen. In ganz Europa ist sie häufig. Im Osten der USA wächst ihr Gegenstück unter Eiche und Buche. An der Pazifikküste wächst eine westliche Totentrompete unter Tanoak, immergrünen Eichen und Madrone.

Wann

Sie ist vor allem ein Herbstpilz. In Europa kommt sie vom Spätsommer bis November, in milden Jahren bis in den Dezember und rund ums Mittelmeer noch länger. Im Osten der USA erscheint sie von Juli bis Oktober, nach starkem Regen. An der Pazifikküste wächst die westliche Totentrompete vom Hochwinter bis ins Frühjahr.

Sammeln

Kneif oder schneide sie am Grund ab. Lass die kleinen stehen und nimm nur, was du auch isst. Es gelten die Höchstmengen vor Ort für Wildpilze. Im dunklen Laub ist sie gut getarnt. Wo du eine findest, such deshalb die Umgebung genau ab.

Zubereitung

Sei dir sicher, was du gefunden hast, bevor sie in die Pfanne kommt. Schneide jede Trompete längs auf und spül Laub, Insekten und Sand heraus. Dann lässt du sie gut abtropfen. Iss sie nie roh. Gare sie gut durch, in Butter, in Sahnesossen, Risotto oder Pasta oder zu Fisch und Eiern. Sie schmeckt tief und rauchig, getrocknet noch kräftiger.

Aufbewahren

Frisch hält sie sich nur ein paar Tage im Kühlschrank. Sie trocknet schnell und sehr gut. Bewahr sie in einem verschlossenen Glas auf oder mahl sie zu Pulver für Sossen und Suppen.

Quellen: Bestimmung und Standort: First Nature (UK), MushroomExpert.com und MykoWeb (California Fungi). Saison: GBIF-Funddaten.

Konsultiere immer eine Expertin oder einen Experten, bevor du Wildpflanzen oder Pilze isst. Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken.