Sommersteinpilz
Boletus reticulatus

Der früheste Steinpilz. Sein hellbrauner Hut ist fein rissig, und der Stiel ist von oben bis unten genetzt.
So erkennst du ihn
Der Sommer-Steinpilz hat einen matten, trockenen, samtigen Hut, hell haselnussbraun bis mittelbraun. Bei Trockenheit reisst der Hut fein netzartig auf. Er ist nie fettig, und sein Rand ist nicht heller als die Mitte. Sein deutlichstes Merkmal ist ein erhabenes Netz, das fast bis zum Stielgrund reicht. Die Poren sind weiss, dann gelboliv, und verfärben sich nicht. Das weisse Fleisch ist weicher als beim Steinpilz. Der Satansröhrling (Rubroboletus satanas) und Rubroboletus legaliae wachsen in denselben Eichenwäldern. Sie haben aber rote Poren und Fleisch, das blau anläuft. Der Gallenröhrling (Tylopilus felleus) hat rosa Poren und ein dunkles Netz.
Wo er wächst
Er wächst bei Eiche und Edelkastanie, auch bei Buche, Linde und Birke. Such an Waldrändern, in Parks und an sonnigen Hängen, vom Tiefland bis etwa 1000 m. In Mittel- und Südeuropa ist er häufig, besonders in Südwestfrankreich und Portugal. In Grossbritannien ist er selten.
Wann
Er ist der erste Steinpilz des Jahres. Im Tiefland geht es im Mai los, im Gebirge im Juni. Die Hauptsaison ist von Juli bis Anfang September, nach warmem Regen. Er hält sich bis zur ersten Herbstkälte.
Sammeln
Schneide oder dreh ihn heraus und lass die kleinen stehen. Bei Hitze sind viele madig. Halbiere sie gleich vor Ort und lass befallene im Wald. In vielen Regionen Italiens und Spaniens brauchst du eine Genehmigung.
Zubereitung
Viele Köche halten ihn für den besten Steinpilz. Er schmeckt süsslich und nussig und duftet. Er eignet sich zum Trocknen, für Sossen und für Eiergerichte. Wenn du ihn sicher bestimmt hast, schneide madige Stellen weg und gare ihn gut durch.
Aufbewahren
Von allen Steinpilzen hält er sich am schlechtesten. Gare oder trockne ihn noch am Tag, an dem du ihn sammelst.
Giftige Doppelgänger
- Rubroboletus satanas · Giftig - nicht essen
- Rubroboletus rhodoxanthus · Giftig - nicht essen
- Neoboletus subvelutipes · Giftig - nicht essen
- Boletus sensibilis · Giftig - nicht essen
- Boletus huronensis · Giftig - nicht essen
- Rubroboletus pulcherrimus · Giftig - nicht essen
- Rubroboletus eastwoodiae · Giftig - nicht essen
- Rubroboletus legaliae · Giftig - nicht essen
- Tylopilus felleus · Nicht essbar
- Tylopilus rubrobrunneus · Nicht essbar
- Tylopilus plumbeoviolaceus · Nicht essbar
Quellen: Bestimmung, Standort und Saison: Regione Piemonte und First Nature; GBIF-Funddaten. Küche: Regione Piemonte.
Konsultiere immer eine Expertin oder einen Experten, bevor du Wildpflanzen oder Pilze isst. Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken.