Gelbsenf
Sinapis alba
Auf offenem Boden deckt Gelbsenf die Erde in wenigen Wochen zu. Er ist eine schnelle Gründüngung. Du säst ihn und arbeitest ihn dann in den Boden ein. Er unterdrückt Unkraut und bringt beim Einarbeiten Humus. Säe ihn vom Frühling bis in den Spätsommer, wenn ein Beet zwischen zwei Kulturen frei ist. Er gehört zu den Kohlgewächsen. Säe ihn darum nicht dort, wo Kohlhernie ein Problem ist. Das ist eine Wurzelkrankheit der Kohlgewächse. In der Fruchtfolge zählst du ihn wie Kohl.
Pflege
Wasser: Gelbsenf braucht wenig Wasser. Meistens reicht der Regen. Das Saatbeet giesst du nur bei Trockenheit, damit die Saat gleichmässig aufgeht. Düngen: Gelbsenf braucht gar keinen Dünger. Er nimmt die Nährstoffe auf, die noch im Boden sind, und gibt sie beim Einarbeiten zurück.
Schneiden und Einarbeiten
Schneid ihn vor der Blüte ab, meist vier bis acht Wochen nach der Saat. Zerkleinere die Stängel und lass sie ein paar Tage welken. Dann arbeitest du sie in die oberste Bodenschicht ein. Warte zwei bis drei Wochen, bevor du dort säst oder pflanzt.
Was schiefgehen kann
- Kohlhernie. Weil Gelbsenf mit Kohl verwandt ist, kann er Kohlhernie übertragen und im Boden halten. Säe ihn nicht dort, wo Kohlhernie aufgetreten ist. Säe ihn auch nicht direkt vor Kohl, Rüben oder Radieschen.
- Versamt sich. Bei warmem Wetter blüht er schon nach wenigen Wochen, und die Samen gehen als Unkraut auf. Schau im Sommer oft nach und schneid ihn bei den ersten Blüten ab.
Anbaudaten: RHS, UC ANR und Aussaatanleitungen der Saatgutfirmen. Gründüngung: RHS. pH: University of Connecticut Extension.
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